Gemeinsam mit Kommilitonen hat Jan van Ahrens sharemagazines 2014 gegründet. Wie es dazu kam, was er dabei gelernt hat und welche Qualifikationen er sich von Mitarbeitern wünscht, erzählt er uns hier.

Was hast du vor sharemagazines gemacht?
Ich habe in Oldenburg zuerst Wirtschaftswissenschaften und anschließend bis Mitte 2015 im Master Sustainability Economics and Management studiert. Vor dem Studium habe ich in Australien in einem Start-Up für Solarenergie gearbeitet. Zudem habe ich während des Studiums Freigeist, ein Anti-Kater Drink, mitgegründet.

Wie haben du und Olli sich kennen gelernt?
Wir waren in der selben Orientierungswochen-Gruppe der Uni eingeteilt, haben sozusagen das selbe Los gezogen. Später hatten wir dann auch einige Veranstaltungen an der Uni zusammen. Zudem haben wir einen ähnlichen Freundeskreis und so haben wir uns dann mehr und mehr kennen gelernt.

Wofür bist du aktuell zuständig?
Als Geschäftsführer natürlich auf eine Art und Weise für Alles. Mein Schwerpunkt liegt jedoch bei der Verlagsakquise und der Etablierung von Partnerschaften und Kooperationen mit Verlagen. Zudem bin ich auch für den Vertrieb und die Außendarstellung verantwortlich.

Welche Herausforderungen bringt das Gründen eines Start-Ups mit sich?
Als Studenten hatten wir gerade am Anfang im Business-Bereich und in der Verlagsbranche noch echt wenig Erfahrung. Dadurch sind wir aber auch sehr unvoreingenommen an sharemagazines und die Branche herangegangen. Insgesamt mussten wir von Anfang an viel Stemmen – und wollten aber auch unser Studium beenden. Wir wussten, dass wir Content brauchten, also als erstes Verlage für unsere Idee gewinnen mussten. Gleichzeitig mussten wir unser App Konzept aber auch technisch umsetzen und zuerst einen Prototyp und später die komplette App entwickeln. Zudem mussten wir Investoren finden, um die Finanzierung für den Aufbau des Unternehmens sicherstellen zu können.

Welches Ereignis bleibt dir in Erinnerung?
Als wir den ersten großen Verlag hatten, war das schon eine richtige Sache! Vor den Präsentationen bei den ersten Verlagen waren wir ehrlich gesagt ziemlich nervös. Als die uns dann gesagt haben, sie machen das, war das nach dem Gewinn des Gründerpreises ein echter Wendepunkt für uns. Außerdem waren diese ersten Kooperationen eine Bestätigung für uns, dass wir mit unserer Idee auf dem richtigen Weg sind.

Welche Tipps und Tricks hast du für erfolgreiche Meetings und Präsentationen?
Am wichtigsten ist die eigene Authentizität. Man sollte sich nicht verstellen, sondern versuchen, möglichst authentisch aufzutreten. Wir haben außerdem immer darauf geachtet, nichts zu versprechen oder zu verkaufen, was wir nicht leisten konnten. Von Anfang an war uns klar, dass wir keine Luftschlösser bauen wollen, sondern unseren Partnern und Kunden ehrlich kommunizieren, was geht und was noch nicht möglich ist. Zudem ist gerade für das Vertrauen auch Begeisterungsfähigkeit für das eigene Produkt notwendig.

 Interview Jan van Ahrens CEO sharemagazines - der digitale Lesezirkel

Welche Fähigkeiten hast du am meisten entwickeln könnten?
Präsentations-Skills, Auftreten, Netzwerken und weitere Social Skills sind als Gründer sehr wichtig und diese werden mit der Zeit auch immer besser. Auch die Hard Skills, also das Wissen und die Fähigkeiten für das Führen eines Unternehmens sind heute bei mir deutlich ausgebauter als zu Beginn. In der Uni bekommt man einiges beigebracht. Aber es ist eben ein echter Unterschied, ob man etwas über Personal lernt oder tatsächlich selbst Leute einstellen muss und ein erfolgreiches Team aufbaut und führt.

Was braucht ein Mitarbeiter, um ins sharemagazines Team zu passen?
Der Fit ins Team ist für uns sehr wichtig. Wir setzten auf Mitarbeiter, die unsere Idee spannend finden. Gleichzeitig erwarten wir soziale Kompetenzen, damit die Stimmung im Team passt. Wir sind ein technologisch getriebenes Start-Up, das heißt auch eine grundlegende technische Affinität erwarten wir.

Worauf freust du dich am meisten, wenn du an die Zukunft von sharemagazines denkst?
Ich finde es echt spannend, dass wir inzwischen zehn Leute sind und man sieht, wie das Team zusammenwächst. Es ist immer wieder toll zu sehen, wenn man in das Büro kommt und neue Ideen entwickelt werden. Auf die Zusammenarbeit mit unserem Team freue ich mich auch weiterhin wirklich sehr. Gleichzeitig auch auf die Zusammenarbeit mit unseren Partnern.

Was sind die nächsten Ziele, die sharemagazines erreichen will?
Locations gewinnen. Das heißt Orte zu schaffen, an denen die User die App nutzen können. Dabei wollen wir unsere Nutzer mit unserer Plattform und unserem Content so begeistern, dass wir sie langfristig an uns binden können.