Vor drei Jahren hat Oliver Krause sharemagazines mitgegründet und ist nun als CEO haupt-verantwortlich für die Finanzen des Start-Ups. Warum ein Netzwerk für Start-Ups wichtig ist, welche Herausforderungen es beim Gründen gibt und welche Finanz-Tipps er für Gründungsinteressierte hat, erzählt er uns hier.

Was hast du vor sharemagazines gemacht?
Nach meinem Abitur und einem kurzen Abstecher in ein Lehramtsstudium Mathematik und evangelische Religion in Köln, habe ich mich entschlossen, eine Ausbildung als Bürokaufmann zu machen. Anschließend habe ich in Oldenburg meinen Bachelor Wirtschaftswissenschaften gemacht und dann im Master Wirtschafts- und Rechtswissenschaften mit Schwerpunkt Auditing, Finance, Taxation studiert. Während des Masters haben wir dann auch begonnen, dir Firma zu gründen.

Wofür bist du hauptverantwortlich zuständig?
Ich bin hauptsächlich für den Finanzbereich zuständig, also alles, was mit der Abwicklung der Buchhaltung, den Finanzierungsrunden, der Finanzplanung und den Investorengesprächen zusammenhängt, aber auch für vieles Mehr, wie der Zusammenarbeit mit einigen Kooperationspartnern oder Verlagspartnern. Als Geschäftsführer ist man natürlich immer auch in allen anderen Bereichen involviert.

Was ist dein Finanz-Tipp für Gründer?
Grundsätzlich würde ich immer empfehlen, mit Experten zusammenzuarbeiten. Ein Netzwerk hilft dabei enorm weiter. Wir haben beispielsweise mit Personen zusammengearbeitet, die Erfahrungen bei der Aufstellung von Finanzplänen oder im Bereich Business Development haben. Gerade für die Zusammenarbeit mit Investoren ist ein gutes Pitch-Deck und dann in Folgegesprächen ein Finanzplan notwendig.

Welche Herausforderung gibt es beim Gründen eines Startups?
Das Business-Modell, dass man am an Tag Eins entwickelt hat, ist sicher nicht das Geschäftsmodell, dass man zwei Monate später oder gar zwei Jahre später noch haben wird. Deshalb ist sicher eine der Herausforderungen, stets flexibel genug zu bleiben, um kleinere und größere Anpassungen vornehmen zu können. Auch einfach nur die Frage „Wie gründen wir denn jetzt?“ muss erst einmal beantwortet werden. Aber auch hier konnten wir auf unser damals zwar noch kleines Netzwerk zurückgreifen, das wir seitdem erfolgreich ausbauen konnten.

Was ist ein Ereignis, dass dir in Erinnerung geblieben ist?
Als wir einen ersten wichtigen Termin mit einem Verlag hatten, haben wir zu Demonstrationszwecken den Standort per GPS freigeschalten, um unsere App und deren Vorteile zeigen zu können. Später an diesem Tag hatten wir noch einen anderen Termin in direkter Nähe bei einem anderen Verlag. Nachdem wir für diese ersten Termine sichergehen wollten, dass auch wirklich alles reibungslos klappt, haben wir die Standorte sehr großzügig freigeschaltet. In unserem ersten Termin haben wir dann aber gemerkt, dass dort die Location des zweiten Verlages als Start angezeigt wurde. Zum Glück konnten wir das noch ändern und niemand hat’s gemerkt (lacht).

Welche Fähigkeiten konntest du seit der Gründung ausbauen?
Zuallererst glaube ich, dass ich heute offener bin und meine Networking-Fähigkeiten deutlich ausgebaut habe. Gerade am Anfang habe ich diesen Netzwerk-Faktor noch unterschätzt. Heute tausche ich mich gerne mit anderen Gründern und unserem Netzwerk aus – das gibt immer neue Impulse. Gerade in der Rolle als Geschäftsführer zusammen mit Jan ist es natürlich zudem wichtig, dass man Entscheidungen treffen kann und Themen nicht zu lange vor sich herschiebt. Da muss man dann einen kühlen Kopf bewahren und die richtige Entscheidung für das Unternehmen treffen können.

Was macht einen guten Mitarbeiter im sharemagazines Team aus?
Wir setzen auf Teamplayer, die gerne selbstständig arbeiten und Aufgaben und Projekte sehen und erfolgreich abschließen können. Wir wollen Leute, die Bock haben, was zu reißen, sich für Ihren Bereich und darüber hinaus engagieren. Natürlich ist es auch wichtig, Expertise in dem eigenen Bereich zu haben und bereit zu sein, Neues zu lernen. Je nach Verantwortungsbereich sind natürlich weitere Eigenschaften wie Kreativität, Offenheit und so weiter erforderlich.

Was sind die nächsten Ziele, die sharemagazines erreichen will?
Kurz- und mittelfristig setzen wir auf den Ausbau unserer Locations. Aktuell befinden wir uns in verschiedenen Test-Phasen auch mit größeren Unternehmen und ich bin sicher, dass da im nächsten Jahr einiges passieren wird. Gleichzeig arbeiten wir natürlich weiterhin hart daran, die App und unsere Plattform für unsere User und Kunden durch neue Features fortlaufend zu verbessern.

Welche Herausforderungen und Chancen siehst du in der Internationalisierung der App?
Natürlich wollen wir auch ins Ausland expandieren. Aktuell arbeiten wir mit unseren Verlagspartnern daran, alle Titel auch europaweit zur Verfügung stellen zu können. Gleichzeitig sind wir dabei, erste Schritte für internationale Titel zu setzen, um unser internationales Portfolio aufzubauen.

Warum brauchen User das Angebot eines digitalen Lesezirkels?
Als digitaler Lesezirkel bieten wir unseren Usern qualitativ hochwertigen Journalismus. Dabei setzen wir auf Titel, die unsere User begeistern und durch ihre Qualität überzeugen. Diese stellen wir für die User kostenlos zu Verfügung. In Ruhe gut recherchierte Artikel zu lesen wird mit unserer App wieder möglich und das bei einer großen Auswahl an aktuellen Zeitungen und Magazinen.