Wie in fast jeder Branche hält auch im Gesundheitswesen die Digitalisierung mehr und mehr Einzug, ob bei der Speicherung und Nutzung von Patientendaten, im Operationssaal oder im Wartezimmer. Zwar hinkt Deutschland in vielen Bereichen noch immer hinterher, doch es gibt auch positive Entwicklungen zu vermelden.

Streitpunkt Datenschutz
In puncto elektronischer Patientenakte, bildgebender Diagnostik und Telemedizin ist Deutschland von einem vollständig digitalisierten, einheitlichen System noch weit entfernt. Geschuldet ist dies der allgemeinen Skepsis gegenüber einer zentralen Speicherung von Patientendaten. Eine stärkere Vernetzung aber könnte neue Therapieansätze fördern und die Pharmaindustrie weg von Blockbuster-Medikamenten und hin zu echten medizintechnologischen Innovationen bewegen. Durch die Erfassung und fortlaufende Auswertung persönlicher Gesundheitswerte könnten außerdem passgenaue Diagnosen getroffen und entsprechende Therapien empfohlen werden. Letztlich könnte man mit Hilfe intelligenter Datennutzung Krankheiten möglicherweise effizienter bekämpfen. (http://digitalize-your-business.de/digitalisierung-der-gesundheitsbranche-revolution-von-unten-nach-oben/)
Der zweite Gesundheitsmarkt ist da bereits einen Schritt weiter: Anbieter aus den Bereichen Sport, Wellness und Ernährung bieten ihre Produkte oder Dienstleistungen vor allem über Apps an, in denen die Vitaldaten der Nutzer gesammelt werden. Deren Vorsprung ist jedoch auch der größte Kritikpunkt. So warnte die Bundesbeauftragte für Datenschutz, Andrea Voßhoff, bereits 2015 davor, sensible Gesundheitsdaten derart unbedacht erfassen zu lassen – Herzfrequenz, Trainingszustand, Ernährungsverhalten und schließlich die komplette Krankenakte könnten aus diesen Angaben erhoben werden, woraus die Kassen wiederum Risikozuschläge ableiten könnten. (http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/digitale-vitaldaten-datenschutzbeauftragte-warnt-vor-fitness-apps/12065832.html)

Digitale Medizintechnologien weiter im Kommen
Auch im Herzen der Branche, der Medizin selbst, schreitet die digitale Entwicklung weiter voran. So assistiert schon heute hochentwickelte Software bei beispielsweise komplizierten Gehirnoperationen maßgeblich (http://www.zeiss.de/meditec/de_de/c/digitization/go-digital.html). Neue digitale Therapieansätze, wie die software-gestützte Sehschulung via Bildschirm, wirken über akustische, optische und visuelle Reize direkt auf die Patienten. Auch die computergestützte Fertigung von individuellen Zahn-Implantaten ist Teil der neuen, digitalen Medizintechnik. (http://www.strategieprozess-medizintechnik.de/digitale-gesundheitsversorgung)

Patienten fordern mehr Service
Natürlich hat sich mit fortschreitender Digitalisierung auch das Patientenverhalten geändert. Einerseits wollen viele mehr Eigenverantwortung für ihre Gesundheit übernehmen und wären dafür bereit, sensible Daten für autorisierte Kräfte frei zu geben. Andererseits erwarten sie auch mehr Service, wie zum Beispiel Kommunikationskanäle für Rückfragen und weiterführende Betreuungsmöglichkeiten. (http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/e-health/telemedizin/article/877794/digitalisierung-grosses-potenzial-patientenbindung.html)

Höhere Hygienestandards dank digitalem Lesezirkel
Eine innovative Dienstleistung bietet derweil der digitale Lesezirkel „sharemagazines“. Diese zielt nicht nur auf die allgemeine Zufriedenheit von Patienten während längerer Wartezeiten ab, sondern setzt einen neuen Standard in Sachen Hygiene: Veraltete, abgegriffene, vor allem aber infektiöse Zeitschriften waren in der Auslage von Wartezimmern bisher unvermeidlich. An eben dieser Stelle setzt der Service von sharemagazines an. Über die kostenlose App können die User in teilnehmenden Praxen und Kliniken auf eine digitale Bibliothek mit über 140 renommierten deutschsprachigen Tageszeitungen und Magazinen, darunter Berliner Morgenpost, Hamburger Abendblatt, Brigitte, Bravo, 11 Freunde, Stern und Business Punk, zugreifen, und dies bequem vom eigenen Smartphone oder Tablet aus. Deutschlandweit sind bislang über 100 Locations Teil des sharemagazines-Netzwerks, dazu gehören auch das Marienkrankenhaus in Hamburg, die Paracelsus-Kliniken in Osnabrück sowie das Klinikum Oldenburg. sharemagazines Geschäftsführer und Mitgründer Jan van Ahrens freut sich über das ebenso einfache wie geniale Angebot: „Mit sharemagazines vergrößern wir nicht nur die Auswahl an aktuellem Lesestoff in den Wartezimmern erheblich, wir erleichtern unseren Partnern auch die Einhaltung ihrer hohen Hygienestandards.“