Wir haben Jan van Ahrens, CEO von sharemagazines, getroffen und ihn gefragt, wie sich sharemagazines entwickeln will und warum Verlage das Angebot eines digitalen Lesezirkels brauchen.

Was sind die nächsten Ziele, die sharemagazines erreichen will?
Locations gewinnen. Das heißt Orte zu schaffen, an denen die User die App nutzen können. Dabei wollen wir unsere Nutzer mit unserer Plattform und unserem Content so begeistern, dass wir sie langfristig an uns binden können.

Wo siehst du sharemagazines in fünf Jahren?
Ich glaube, dass wir deutschlandweit ein sehr großes Potenzial haben, unendlich viele Locations aufzubauen. Wir wollen den Usern eine Möglichkeit bieten, den digitalen Content dort genießen zu können, wo sie ihn gerade brauchen. Dabei setzen wir vermehrt auf locationbased Content, das sind beispielsweise Speisekarten von Restaurants, die dann auch nur in diesem Restaurant in unserer App angezeigt werden. Theoretisch können wir weltweit innerhalb von zwei Minuten überall relevanten Content publishen und so zu Verfügung stellen. Wir sehen die Zukunft darin, den gerade benötigten Content Nutzern zu Verfügung stellen zu können, abhängig von der Situation und dem Kontext in dem sie sich gerade befinden. Diese Potenziale sehen wir auch international.

Warum brauchen Unternehmen das Angebot eines digitalen Lesezirkels?
Unternehmen können wir viele Vorteile bieten. Zum einen sind wir umweltfreundlicher als gedruckte Zeitungen und Magazine. Gerade in Hinblick auf mein Studium war das stets ein zentraler Punkt für uns. Auch helfen wir Unternehmen, Kunden mit ihren Botschaften vor Ort zu erreichen. Wir tragen so dazu bei, einen echten Mehrwert für ihre Kunden zu schaffen. Die ausgelegte Tageszeitung im Hotel oder Krankenhaus können eben nicht alle Gäste oder Patienten lesen. Mit unserer App ist das kein Problem, bei einem viel umfangreicheren Portfolio. Wir können selbst die lokale Tageszeitung des Kunden viele hunderte Kilometer entfernt bereitstellen.

Jan van Ahrens CEO sharemagazines der digitale LesezirkelClick to Tweet: Zitat

Warum brauchen Verlage das Angebot eines digitalen Lesezirkels?
Für Verlage haben wir einen neuen Vertriebsweg geschaffen: B2B. Wir erreichen über die Business-Kunden letztlich auch die User, also den B2C Bereich. Aber die Monetarisierung der Inhalte erfolgt für Verlage über Unternehmen. So tragen wir dazu bei, hochwertigen Journalismus nachhaltig finanzieren zu können. Außerdem wollen wir erreichen, dass sich die User auch Zuhause wieder den Titel zuwenden und sie digital oder klassisch gedruckt kaufen.

Warum brauchen User das Angebot eines digitalen Lesezirkels?
Ich glaube jeder von uns kennt die Situation, wenn man am Bahnhofskiosk steht und dort einfach mal durchblättert, sich inspirieren lässt und dann den interessantesten Titel kauft. Diese Erfahrung ermöglichen wir, nur, dass wir alle Titel für User kostenlos zu Verfügung stellen und bei uns das Interessanteste aus allen Titeln gelesen werden kann. Zudem bieten wir durch unseren lcoation-based Content die Möglichkeit, relevante Informationen zu bekommen. Dies können beispielsweise Angebote, Gutscheine, Öffnungszeiten und vieles Mehr sein, ohne dass stets neue Webseiten aufgerufen oder Apps installiert werden müssen.